Zurücksetzen ist überlebenswichtig. Nicht nur für unsere Fischbestände,
sondern sichert das Überleben ganzer Arten. Amerikanische Biologen haben
festgestellt, dass das Wegfangen kapitaler Fische genetisch ein Eigentor ist.Die
Tiere einer bestimmten Art werden dadurch nämlich im Laufe der Generationen
immer kleiner. (Artikel
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Die Studien ergaben, dass gerade die größten Fische einer Art auch
die wichtigste Rolle bei der Fortpflanzung spielen. Ein Roter Schnapper, ein
begehrter Speisefisch, der 60 Zentimeter lang ist, produziert etwas mehr als
200mal so viele Eier wie ein Schnapper-Weibchen, das nur 40 Zentimeter misst.
Doch das ist nicht alles: Die Eier und Larven von alten und größeren
Drachenköpfen zum Beispiel sind nicht nur
größer, sie wachsen auch dreimal schneller als Artgenossen von kleineren
Weibchen.
Zudem können sie ohne Futter weit länger überleben. Diese hier
genannten Fakten beziehen sich jedoch nicht nur auf die genannten Arten, sondern
sind universell portierbar.
Diese Ergebnisse wurden mehrfach und unabhängig voneinander auch von
anderen Forschungseinrichtungen gemacht, wie mir Dr. R. Froese vom Leibniz-Institut
für Meereswissenschaften (IfM-GEOMAR) in Kiel bestätigte.
Schon allein aus diesem Grunde ist ein C&R für unsere Fischbestände
und ausgewogene Populationen der verschiednen Arten in unseren Gewässern
unerlässlich.
Deshalb plädiert auch das Aqua-Globe Projekt für die Einführung
von nach Art und Bestand abhängigen Entnahme-Fenstern, und das Zurücksetzen
von untermäßigen Jung-, aber auch „übermaßigen“ Laichfischen
und unterstützt die Catch & Release Idee voll und ganz.
Manfred Siedler
Leitung Aqua-Globe Projekt